Über das Projekt

Üblicherweise werden akademischen Lehrern ab dem 60. Geburtstag im Fünfjahrestakt Festschriften gewidmet, in denen Kollegen, Schüler und Weggefährten ihnen mittels kürzerer oder längerer Texte zu Themen, die die so Geehrten in der Regel ausgiebig selbst beforscht haben, ihre Referenz erweisen.

Diese schöne Tradition möchten wir anlässlich des runden Geburtstags unseres Doktorvaters Hans-Peter Ecker einerseits fortsetzen, andererseits variieren. So haben wir uns aufgrund mehrerer Erwägungen anstelle des traditionellen Buchformats für das Medium Blog entschieden: Zunächst passt das sehr gut zu Hans-Peter Ecker, weil er seit längerem selbst auf hpecker.wordpress.com bloggt; wir finden außerdem die Möglichkeit der regelmäßigen Publikation zahlreicher Beiträge über den Zeitraum eines Jahres hinweg für den Jubilar reizvoll. Überdies bietet die Kommentarfunktion Lesern die Möglichkeit, auf die Texte zu reagieren, so dass idealerweise ein Gespräch über sie und das Thema dieses Blogs insgesamt zustande kommt.

Das gewählte Thema, die kulturelle Repräsentation von Tieren und dem Umgang mit ihnen, stellt eine weitere Abweichung vom Festschriftbrauch dar, insofern es – bislang – kein Schwerpunkt in Hans-Peter Eckers Forschung war. Jedoch offenbart sein in einer Vielzahl von Publikationen dokumentiertes Nachdenken über Literatur, Kultur, deren Untersuchung und Vermittlung ohnehin eine solche Fülle an verschiedenen Interessen, dass die Identifikation eines für ihn zentralen Themas seiner Denk- und Arbeitsweise kaum gerecht würde. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, mit diesem Festblog einem privaten Faible von Hans-Peter Ecker zu entsprechen: Er durchstreift nämlich das Bamberger Umland und Gegenden, in denen er Urlaub macht, seit einigen Jahren gern auf der Suche nach Orchideen und Schmetterlingen. Viele seiner Entdeckungen zeigt er übrigens auf seinem Blog.

Ähnlich neugierig wird er hoffentlich das ihm gewidmete Bestiarium, das hiermit eröffnet wird, erkunden, auf dem zukünftig immer wieder ein neuer Beitrag erscheinen soll. Losgelöst von der ursprünglichen moralischen oder gar heilsgeschichtlichen Aufladung dieser Textsorte versammelt es nicht nur Beiträge zu einzelnen literarischen Texten, in denen es um Tiere geht, sondern auch zu anderen kulturellen Artefakten. Dabei geht es ganz bewusst nicht immer nur streng wissenschaftlich zu, sondern zuweilen auch glossenhaft und literarisch.

Ein weiterer Grund für die Wahl des thematischen Rahmens liegt in der Aktualität des interdisziplinären Forschungsfelds der (Cultural and Literary) Animal Studies, das auf die Vielzahl gegenwärtiger Diskussionen um Tiere bzw. um die Beziehung von Mensch und Tier in unterschiedlichen Wissenschafts- und Lebensbereichen reagiert und das Erkenntnispotenzial auszuloten sucht, das sich aus der Tatsache ergibt, dass das Wissen vom Tier immer korreliert ist mit dem Wissen vom Menschen. In dieser Hinsicht trägt das Blogprojekt Hans-Peter Eckers prinzipiellem Interesse an innovativen Forschungstendenzen sowie an über Literatur und Literaturwissenschaft hinausgreifenden Fragestellungen Rechnung.

 Denise Dumschat-Rehfeldt und Martin Rehfeldt

 

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