Mörikes Familientiere

von Reiner Wild

Tiere haben Eduard Mörike zeit seines Lebens begleitet. „Ich halte mir einen Staaren“, schreibt er im November 1831 – er war seit dem Sommer Pfarrverweser in Eltingen – an Friedrich Theodor Vischer (HKA 11, 231);[1] am Ende des Jahres berichtet er seiner Braut Luise Rau, dass er nun auch einen „artigen Spitzhund“, ein „gescheidtes, wachsames lebhaftes Geschöpf“, beherberge (HKA 11, 235). Er heißt Joli; der Name geht wohl auf Französisch jolie (‚hübsch‘, ‚artig‘, ‚nett‘) zurück, lässt aber auch den im Schwäbischen und darüber hinaus verbreiteten Ausruf des Erstaunens „mein lieber Scholli“ anklingen (der seinerseits auf jolie zurückgehen mag). Gelegentlich wird Joli auch David genannt, mitunter gar Nikodemus. Er begleitete Mörike mehr als zehn Jahre; im Pfarrhaus von Cleversulzbach war er Teil der „HausGenossenschaft“ (HKA 13, 216), zu der neben dem pfarrherrlichen Junggesellen, dessen Mutter und der Schwester Klara auch „der Staar, der Distelfink, der Igel, Hund und Katze“ gehörten (HKA 13, 132). Zeitweise war diese „Menagerie“ (ebd.) noch durch eine „kleine Schildkröte“ erweitert, die Theobald Kerner, der Sohn von Justinus Kerner, aus Italien mitgebracht hatte (HKA 14, 119). Auch zur späteren Familie Mörikes mit der Ehefrau Margarethe, wiederum der Schwester Klara und den beiden Töchtern Franziska und Marie gehörten Tiere – ein Hund, ein Kanarienvogel und eine weiße Katze: „die Kleine [Mörikes jüngere Tochter Marie] strickt ganz still bei meiner Lampe, die weiße Katze auf dem Schoos, kein Laut im Zimmer als das Schnurren dieses Thiers und der Gang der Wanduhr“ (HKA 18, 113). Diese Katze, korrekter: dieser Kater hieß Weißling; sein zweiter und immerhin geheimnisvoller Name  – „The naming of cats is a difficult matter“, wie seit T. S. Eliots Gedicht bekannt ist – war „Waihugebei“ (HKA 18, 232).

Den Tieren gilt viel Aufmerksamkeit; immer wieder berichtet Mörike in seinen Briefen von ihnen. Vor allem der Familie Hartlaub wird regelmäßig und ausführlich von den Tieren erzählt. Abwesende Familienangehörige werden selbstverständlich über die Tiere und ihr Befinden auf dem Laufenden gehalten; so erfährt Klara Mörike nach einem Umzug, den auch Weißling mitmachte: „Die weiße Katze war anfangs ganz unglücklich über unsern Quartierwechsel, lief wie Quecksilber u. mit Geschrei von einer Thür zur Andern; jezt schläft sie wieder in der gewohnten Schneckenform“ (HKA 18, 240). Weißling durfte auch in der Eisenbahn mitfahren, in einem Henkelkorb mit Deckel. Mörike hat es gezeichnet. Auf einer Seite seines ‚Lorcher Hausbuchs‘ ist ein kleines Blatt mit einem Weidenkorb so angeklebt, dass es aufgeklappt werden kann; darunter ist Weißling zu sehen (vgl. HKA 18, 727 f.).[2]

Mörike_01

Aus einem zugehörigen Gedicht, das Mörike an die Familie Hartlaub schickt (und das bisher in keine der Gedichtausgaben Mörikes aufgenommen wurde), ist zudem zu erfahren, dass Weißling noch einen dritten Namen hatte, womit immerhin T. S. Eliots Aussage „a cat must have three different names“ bestätigt wird; bemerkenswert ist jedoch, dass die Familie Mörike, entgegen der Behauptung von T. S. Eliot „And that is the name that you never will guess; / The name that no human research can discover“, diesen dritten Namen kennt:

O Rockebuß, jetzt mußt du dran!
Du fährst mit Sturmeseilen
Im Gretten[3] auf der Eisenbahn
Vier lange, bange Meilen.
Du hörest nicht und siehest nicht,
Und öffnest du dein Augenlicht
So steigst du aus – in Stuegert! [HKA 18, 243]

Mörikes Briefe enthalten eine Fülle von Anekdoten und Berichten über Begebenheiten mit den Tieren. Zu den bekannteren gehört, wie Weißling mit Moriz von Schwind, der Mörike Ende 1868 besuchte, umgesprungen ist. Schwind habe sich, erzählt Mörike seinem Freund Wilhelm Hartlaub, mit einem Buch „zu einem Mittagschlaf auf unserm Sopha“ zurückgezogen, „wir [das Ehepaar Mörike] setzten uns derweil in die untere Stube zu den Hausleuten, hörten ihn aber bald wieder oben herumsteigen: Der Weißling hatte ihn geweckt, indem er ihn, mit einem Sprung auf seinen Bauch, besuchte“. Mit leichtem Spott fügt Mörike hinzu, Schwind sei „seit einem Jahr noch um 3 Finger breit dicker geworden“, weshalb ihm bereits zu einer Diätkur geraten worden sei (HKA 19.1, 80). Weißlings Sprung auf den Bauch des Besuchers hat Mörike, wiederum im ‚Lorcher Hausbuch‘, in einer Zeichnung festgehalten:

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Mörikes Berichte und Anekdoten zeigen ein achtsames und liebevolles, dabei auch spielerisches Verhältnis zu den Tieren, in dem empfindsame Empathie mit dem Tier und bürgerliche Häuslichkeit des 19. Jahrhunderts verbunden sind, was insgesamt durchaus ‚biedermeierlich‘ genannt werden mag. Einige der Tiere, voran der geliebte Joli und in späteren Jahren der Kater Weißling, erhalten indes einen besonderen Status in Mörikes „HausGenossenschaft“. Sie werden zu Familienangehörigen und bekommen dabei menschliche Züge; ihnen werden – in durchaus ironischer Brechung – menschliches Verhalten und menschliches Empfinden zugeschrieben. „Auch einen herzlichen Gruß von mir, David und Fulvien“, schreibt Mörike 1832 in einem Brief an Klara Mörike und stellt damit David alias Joli und seine damalige Katze Fulvia mit ihren Namen in eine Reihe mit sich selbst. Weiter heißt es:

Die leztere ist in kurzer Zeit durch übermäßigen Fraß so stark und groß ‚wie ein Lamm‘ geworden (um mich des Ausdrucks meines Nachbars zu bedienen). Sie verwildert ganz durch ihr Vagiren, und wird, ihrer bäurischen Sitten wegen, von David tief verachtet, der freilich noch immer der noble Junker bleibt, wie Du ihn kennen lerntest. Er hat seit einiger Zeit das Französische angefangen und spricht es bereits abwechselnd mit dem Hündischen. Er wollte neulich der Schwester etwas von seiner Bildung beibringen, aber sie lohnte ihm mit boshaftem Spotte und schielte dabei immer nach dem Vogelkäfigt. [HKA 11, 337]

Auf einer Zeichnung, die dem Bericht folgt, hat Mörike die Lehrstunde zwischen Schwester Katze und Bruder Hund festgehalten, in der sich Fulvia immerhin noch auf Distanz hält, wenn sie für die Bildungsbeflissenheit Jolis nur Spott übrig hat, und sie auch ‚tierischer‘ bleibt, wenn sie statt der Belehrung zu folgen auf ein mögliches Jagdobjekt schielt!

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Als Familienangehörige werden die Tiere auch zu Adressaten der Lyrik Mörikes, wiederum ironisch gebrochen und gelegentlich mit parodistischem Einschlag – so etwa in den beiden an Joli gerichteten Strophen, die Mörike seinem Bruder Karl mitteilt:

2 Verse die Großhund (aber in seinem Dialekt) oft hören muß während er auf meinem Schooß ruht und ich ihm [sic!] liebkose.

Dieses mußt Du warlich spüren
Daß es lauter Liebe ist
Was mein Inneres thut regieren
Weil Du so gehorsam bist,
Dieses labt Dein treues Herz
So in Freude wie in Schmerz.

Deine Seele ist voll Kummer
Weil Du nichts zu fressen hast
Du ergibst Dich nun dem Schlummer
Dieser ist Dein bester Gast.
Diesen ruft Dein treues Herz
So in Freude wie in Schmerz. [HKA 12, 58]

Mörike verwendet eine im 17. und noch im 18. Jahrhundert im Kirchenlied und auch in der Liebeslyrik geläufige Strophenform; er spielt mit Versatzstücken und Vokabular beider Traditionen, vornehmlich der geistlichen, die freilich mit der ‚Tierheit‘ des Angesprochenen konfrontiert werden: „Deine Seele ist voll Kummer / Weil Du nichts zu fressen hast.“

Eine besondere Form der Mitteilung in Mörikes Briefen sind die ‚Musterkärtchen‘, „kleine, selbsterlebte Anekdoten, hauptsächl. charakteristische Züge aus unserer nächsten Umgebung, ohne viel Witz, wenn sie nur lustig oder bezeichnend sind“, wie Mörike selbst das von ihm kreierte Genre bestimmt (HKA 12, 147). Die Bandbreite des Dargestellten in solchen Musterkärtchen reicht von der bloßen Familienanekdote (mit oftmals scherzhaftem oder komischem Inhalt) bis zu Prosa-Miniaturen, in denen der flüchtige Augenblick einer Erfahrung oder einer Begebenheit festgehalten ist. Auch in den Musterkärtchen wird immer wieder von den Tieren berichtet, so in dem am 25. Februar 1842 an Hartlaub geschickten, in dem Mörike die Inszenierung einer Zeremonie erzählt, mit der er Joli (der ihm offenbar den nötigen Gehorsam verweigert hatte) in einer Art von förmlichen Schenkung aus seiner Obhut entlässt und der Herrschaft seiner Schwester Klara übergibt.[4] Die Musterkärtchen, die mitunter auch ein Gedicht enthalten, weisen auf die von Mörike vor allem in seinen späteren Lebensjahren ausgebildete Alltagslyrik voraus. Mörike begleitet Begebenheiten des privaten, familiären Alltags, wobei die engeren Freunde einbezogen sind, mit scheinbar beiläufigen Gedichten. Anders als in der überkommenen Gelegenheitslyrik, bei der besondere Anlässe wie etwa Geburtstage durch ein Gedicht aus dem Alltag heraus gehoben werden, wird mit diesen Gedichten eine eher alltägliche, nicht notwendigerweise bereits aus sich selbst besondere oder bedeutsame Begebenheit markiert. Mit der Begleitung durch das Gedicht wird die alltägliche Begebenheit zur Inszenierung; der flüchtige Moment wird im Ablauf der Zeit festgehalten und zugleich im Gedicht poetisch ‚aufgehoben‘ und auf Dauer gestellt.[5] Diese Poetisierung des Alltags ist Reaktion auf Modernisierungserfahrungen, Antwort vor allem auf Beschleunigungsprozesse, denen die Erfahrung erfüllter Zeit im Bereich des Privaten poetisch entgegengesetzt wird; sie ist ästhetischer Gegenentwurf zu den Entfremdungserfahrungen der Moderne.

In die Poetisierung des Alltags sind die Tiere einbezogen. In ironischer Brechung, mitunter auch mit skurrilem oder kauzigem Einschlag werden sie in die Inszenierung aufgenommen und avancieren damit zu Mitspielern im inszenierten Alltag. So können die Tiere, voran Joli, dem ja bereits das Gedicht Dieses mußt Du warlich spüren gegolten hat, zu Adressaten von Gedichten werden wie beispielsweise in Impromptu an Joli, dem Vierzeiler von 1837, in dem zudem in der Kombination von Erzählung und Gedicht die Nähe von Musterkärtchen und Mörikes Alltagslyrik deutlich sichtbar ist.

Impromptu an Joli
als er, nach einer Edeltat der Bescheidenheit, von mir, von Clärchen
u. Mutter wechselweise auf den Arm genommen und, bis zu seinem
Überdruß, geliebkost wurde

Die ganz Welt ist in dich verliebt
Und läßt dir keine Ruh,
Und wenn‘s im Himmel Hundle gibt
So sind sie grad wie du! [SW 2, 435]

Als Mitspieler können die Tiere zudem zu Sprechern von Gedichten werden. So gratulieren 1866 Weißling und Sauberschwarz, eine weitere, damals zum Haushalt gehörende Katze, Mörikes Schwester Klara zu ihrem Geburtstag mit einem Gedicht. Es beginnt durchaus ‚kätzisch‘:

Heut in der Frühe weckten
Wir zweie uns und leckten
Die Pelze um und um:
Mit schönen Reverenzen
Dich freundlich zu umschwänzen;
Das ganze Haus weiß ja warum.

Es folgen Danksagungen an Klara Mörike; dabei werden beide Tiere zunehmend ‚menschlicher‘, sie und die Angesprochene rücken einander immer näher:

Du halfest uns vom Tode
Zu einem sichern Brode,
Du gabst uns Dach und Fach.
Wieviel hast du berichtigt,
Wie treulich stets beschwichtigt
Der strengen Hausfrau Weh und Ach!

Du lehrtest selbst die Jugend
Die erste Christentugend,
Daß man ein Tierlein pflegt,
Und wie man – o du Gute! –
Es beinah ohne Rute
Möglichst zur Reinlichkeit bewegt.

Was uns an Lieblichkeiten
Der Schöpfer lieh bescheiden,
Wer würdigt es wie du?
Wer fühlt sich so gemütlich,
Gedankenvoll und friedlich
Hinein in unsere Seelenruh?

In der Schlussstrophe schließlich werden die Glückwünsche dargebracht; Gratulanten und Geburtstagskind sind miteinander vereint:

Jetzt wünschen wir dir eben
Gesundheit langes Leben,
Ein Stübchen obendrein;
Da wollen wir zu dreien
Uns sanfter Tage freuen,
Da wird es wie im Himmel sein. [SW 2, 485 f.]

Bei der Überreichung eines Geburtstagsgeschenks an Mörikes Frau Margarethe 1868 sind gar die Tiere der Familie zusammen mit Tieren der Nachbarschaft zum Chor vereint. Eine „Deputation von lebenden Vierfüßern: unsere weiße Katze [Weißling], der schwarzhaarige Haushund [der damalige Hund Mörikes namens Duxer], die graue Katze vom Haus mit zwei ganz blonden Jungen in ihrem Korb, endlich das bekannte braune Hündlein unseres Nachbars, des Apothekers“ – so im erläuternden Bericht, der wie beim Impromptu an Joli beigegeben ist – spricht ein Gedicht, das so beginnt:

Verehrteste! Du wirst verzeihn,
Wenn sich mit andern Gratulanten,
Die sich des schönen Festes freun,
Zuteuerst auch die Abgesandten
Der fast verächtlich so genannten
Tierwelt um dich zusammenfanden. [SW 2, 494]

Damit nicht genug! Die Atmosphäre im Hause Mörike ist so sehr literarisch durchtränkt und poetisch angeregt, dass jedenfalls der geliebte Joli selbst zum Dichter wird. Zu Mörikes Geburtstag 1841 gibt es ein Gedicht, das von Joli unterzeichnet ist:[6]

Meinem Herrn
zum 8ten
September

Ich mach nicht viele Worte,
Bring Dir auch keine Torte,
Noch sonst ein kostbar Ding;
Hier sind geröste Mandel,
Das ist der ganze Handel,
Und war der Kosten sehr gering.
…………………………….Dein
……………………………………..treuster Joli.

Allerdings bleibt die Verfasserschaft hier trotz der Unterzeichnung durch Joli noch unsicher. Auf der Handschrift ist „von Clärchen“ vermerkt, was auf Klara Mörike als Autorin schließen lässt (wofür auch der Hinweis auf die geringen Kosten des Geschenks sprechen mag); dass Mörike für sich selbst sich ein Geburtstagscarmen schrieb, ist wenig wahrscheinlich, wenngleich auch nicht gänzlich auszuschließen. Deutlich gesicherter ist hingegen die Autorschaft im dem bereits im Jahr zuvor zum Geburtstag der Schwester Klara geschriebenen Gedicht; Aussage und Sprache lassen kaum Zweifel am hündischen Urheber zu:

Joli gratuliert
zum 10. Dez. 1840

Soll ich lang nach Wünschen suchen?
Kurz und gut sei meine Wahl:
„Alle Jahre solch ein Kuchen,
Und zwar wohl noch sechzigmal!
Nämlich mit gesundem Leibe;
Daß kein Elsaß und kein Krauß
Dir das mindste mehr verschreibe,
Denn mit diesen ist es aus.“
Dies ist mein carmen; spar dein Lob,
Mache nicht, daß ich erröte!
Ik bin dwar ein Ilodop,
Aber ik bin kein Oëte. [SW 2, 481]

Joli beherrscht das Metier. Er weiß zu reimen und das Metrum einzuhalten, ihm ist vertraut, dass zum Geburtstagsgedicht gute Wünsche, nicht zuletzt für die Gesundheit, gehören, er kennt den Bescheidenheitstopos, der den Dichter ziert („spar dein Lob, / Mache nicht, dass ich erröte“). Dass er die Namen der Hausärzte der Familie, Elsässer und Krauß, kennt, versteht sich von selbst; allerdings verballhornt er, wohl um des Metrums willen, den einen Namen. Joli ist gebildet, ein poeta doctus; er weiß, dass solch ein Gedicht auch, antikem Wortgebrauch folgend, „carmen“ genannt werden kann. So ist sein Selbstbewusstsein, das ihn mit dem Bescheidenheitstopos spielen lässt, zweifellos berechtigt. Am Schluss, als er von sich selber spricht und sich als Philosoph, nicht als Poet zu erkennen gibt, fällt er – so scheint es – dann doch ins Hündische zurück; er hat Probleme mit der Aussprache menschlicher Laute. Jolis philosophische Richtung lässt das Gedicht kaum erkennen; immerhin plädiert er für Wohlergehen und einen gesunden Körper; die Vermutung liegt nahe, dass er sich, seiner Spezies gemäß, den Kynikern angeschlossen hat. Mit der Selbstbeschreibung als Philosoph setzt sich Joli freilich auch deutlich ab von seinem Herrn, der wahrlich mehr ein Poet als ein Philosoph war. Und nützt er nicht zugleich die Gelegenheit des Geburtstagsgedichts zu einer Persiflage auf die Alltagslyrik seines Herrn und Meisters? Wie auch immer, er erweist sich jedenfalls als durchaus ebenbürtiges Mitglied der mörikeschen „HausGenossenschaft“.


[1] Mörikes Werke und Briefe werden nach der historisch-kritischen Gesamtausgabe unter der Sigle HKA + Band- und Seitenzahl zitiert. In der HKA ist von den beiden geplanten Gedichtbänden bisher lediglich Bd. 1.1: Gedichte. Ausgabe von 1867 (2003) erschienen; die weiteren Gedichte Mörikes werden unter der Sigle SW 2 + Seitenzahl nach der Ausgabe Sämtliche Werke in zwei Bänden zitiert. Zu Mörikes Tieren vgl. die schöne, allerdings nicht ganz fehlerfreie Zusammenstellung Neef: Impromptu an Joli.

[2] Vgl. zu dieser und zur folgenden Abbildung Mörike: Eine phantastische Sudelei, S. 109 u. 110.

[3] „Gretten“: schwäbisch für Weidenkorb.

[4] Vgl. den Kommentar von Albrecht Bergold zu diesem Musterkärtchen auf der Homepage der Mörike-Gesellschaft, http://www.moerike-gesellschaft.de/musterkaertchen_2013.pdf, aufgerufen im März 2013.

[5] Auf den Zusammenhang dieser Alltagslyrik Mörikes mit der bürgerlichen Geselligkeitskultur des 19. Jahrhunderts hat nachdrücklich und überzeugend Wolfgang Braungart aufmerksam gemacht; vgl. z. B. Braungart: Joli gratuliert, S. 226: „Diese Gedichte sind ästhetisch-soziale Handlungen“.

[6] Mörike schickte das Gedicht am 8. September 1841 als Briefbeilage an Hartlaub, vgl. HKA 13, 553; es wurde bisher in keine der Gedichtausgaben Mörikes aufgenommen; der Text folgt hier der Handschrift in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart LBS Cod. hist Q 327,7,77.

..

Literaturverzeichnis

Braungart, Wolfgang: Joli gratuliert. Eduard Mörike und sein Hund. In: Nach der Sozialgeschichte. Konzepte für eine Literaturwissenschaft zwischen Historischer Anthropologie, Kulturgeschichte und Medientheorie. Hg. von Martin Huber u. Gerhard Lauer. Tübingen 2000, S. 221–232.

Mörike, Eduard: Eine phantastische Sudelei. Ausgewählte Zeichungen. Hg. von Alexander Reck. Stuttgart 2004.

Mörike, Eduard: Sämtliche Werke in zwei Bänden. Nach den Originaldrucken zu Lebzeiten Mörikes und nach den Handschriften. Textredaktion: Jost Perfahl. München 1968–1970. Bd. 2. 3. Auflage. Mit Anmerkungen von Helmut Koopmann. Düsseldorf/Zürich 1996. [SW 2]

Mörike, Eduard: Werke und Briefe. Historisch-kritische Gesamtausgabe. Im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg und in Zusammenarbeit mit dem Schiller-Nationalmuseum Marbach a. N. hg. von Hubert Arbogast, Hans-Henrik Krummacher, Herbert Meyer u. Bernhard Zeller. Stuttgart 1967 ff. [HKA]

Neef, Marliese Eva: Impromptu an Joli (und anderes Getier, größeres und kleineres). Privatdruck. Bingen-Bingerbrück [1998].

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